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Kognitive Funktion — Mineralien
im Spiegel der Wissenschaft

2 Mineralien unter der Lupe — gemäß EU-Verordnung (EU) Nr. 432/2012

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Was versteht man unter kognitiver Funktion?

Unter dem Begriff kognitive Funktion werden sämtliche mentalen Prozesse zusammengefasst, die der Informationsverarbeitung dienen. Dazu zählen Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Sprache, Planung und Problemlösung. Diese Prozesse laufen im Gehirn und im zentralen Nervensystem ab und beruhen auf der Aktivität von Milliarden vernetzter Nervenzellen.

Die kognitiven Fähigkeiten eines Menschen hängen von zahlreichen Faktoren ab — darunter genetische Veranlagung, Schlafqualität, körperliche Bewegung und die Versorgung mit bestimmten Nährstoffen. Mineralien wie Zink und Eisen sind in diesem Zusammenhang Gegenstand wissenschaftlich geprüfter Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

Die EU-Kommission hat auf der Grundlage dieser Bewertungen zugelassene gesundheitsbezogene Angaben veröffentlicht, die den dokumentierten Beitrag von Zink und Eisen zur normalen kognitiven Funktion beschreiben.


Zwei Mineralien — wissenschaftlich geprüft

Für Zink und Eisen liegen jeweils eigenständige, von der EU zugelassene gesundheitsbezogene Angaben zur normalen kognitiven Funktion vor.

Zn

Zink

Zink ist ein Spurenelement mit dokumentiertem Beitrag zur normalen kognitiven Funktion. Es kommt in über 300 Enzymsystemen vor und ist als Bestandteil von Zinkfinger-Proteinen an der Genexpression im Nervensystem beteiligt. Die Signalweiterleitung zwischen Neuronen hängt ebenfalls von einer ausreichenden Zinkversorgung ab.

Natürliche Zinkquellen sind unter anderem Kürbiskerne, Rindfleisch, Linsen und Cashewkerne. Der tägliche Referenzwert für Zink liegt gemäß EU-Verordnung bei 10 mg.

„Zink trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Fe

Eisen

Eisen ist ein Mineral mit dokumentiertem Beitrag zur normalen kognitiven Funktion gemäß EU-Verordnung. Als Bestandteil von Hämoglobin ermöglicht Eisen den Sauerstofftransport zu den Gehirnzellen. Da das Gehirn etwa 20 % des gesamten Körpersauerstoffs verbraucht, ist eine angemessene Eisenversorgung von besonderer Relevanz.

Eisenreiche Lebensmittel umfassen rotes Fleisch, Spinat, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Der tägliche Referenzwert liegt gemäß EU bei 14 mg.

„Eisen trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012


Warum kognitive Funktion den gesamten Organismus betrifft

Die kognitiven Fähigkeiten bilden die Grundlage für nahezu jede bewusste Handlung im Alltag. Ob Lesen, Autofahren, Gespräche führen oder berufliche Entscheidungen treffen — all diese Tätigkeiten setzen ein funktionierendes Zusammenspiel verschiedener Hirnregionen voraus.

Für all diese Prozesse benötigt das Gehirn eine stabile Energieversorgung, funktionierende Neurotransmittersysteme und eine intakte Signalweiterleitung. Mineralien sind dabei als Kofaktoren an zahlreichen enzymatischen Reaktionen beteiligt, die diese Prozesse auf biochemischer Ebene ermöglichen.

Zink und neuronale Signalwege

Im Nervensystem kommt Zink in besonders hoher Konzentration im Hippocampus vor — einer Hirnregion, die mit Lernen und Gedächtnisbildung assoziiert ist. Zink-Ionen werden an bestimmten Synapsen freigesetzt und modulieren dort die Aktivität von Rezeptoren, die an der synaptischen Plastizität beteiligt sind.

„Zink trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Darüber hinaus ist Zink an der Struktur von Metalloproteasen beteiligt, die im Gehirn für den Abbau von Neuropeptiden und die Regulierung extrazelluärer Matrixproteine zuständig sind. Der tägliche Referenzwert von 10 mg gewährleistet gemäß EU-Richtlinien eine ausreichende Versorgung.

Eisen und zerebrale Sauerstoffversorgung

Eisen ist als Bestandteil des Hämoglobins für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich. Das Gehirn, obwohl es nur etwa 2 % des Körpergewichts ausmacht, verbraucht rund 20 % des eingeatmeten Sauerstoffs. Eine unzureichende Sauerstoffversorgung der Neuronen kann die Informationsverarbeitung beeinträchtigen.

„Eisen trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Eisen ist außerdem an der Synthese von Neurotransmittern wie Dopamin und Serotonin beteiligt, da eisenabhängige Enzyme (Hydroxylasen) die Umwandlung von Vorläufermolekulen in diese Botenstoffe katalysieren. Der EU-Referenzwert liegt bei 14 mg pro Tag.


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